| Die Potenziale der deutschen Wasserwirtschaft hinsichtlich einer nachhaltigen Energiegewinnung spielen bei der derzeitigen Debatte über Klimawandel und Versorgungssicherheit eine wichtige Rolle. Die Wasserwirtschaft ist einerseits Energieverbraucher, leistet andererseits aber auch einen Beitrag zur regenerativen Energiegewinnung z.B. durch Wasserkraft oder energetische Nutzung von Klärschlamm. Diese Potenziale waren aber bislang nicht systematisch untersucht. Aus diesem Grund hat die DWA, finanziell unterstützt durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), eine Studie erarbeitet, in welcher der Beitrag der Wasserwirtschaft, in den Bereichen Energieeinsparung, Erhöhung der Energieeffizienz und Einsatz erneuerbarer Energien mit dem Schwerpunkt Abwasser, in all seinen Facetten untersucht worden ist. Die Ergebnisse sind praxistauglich aufbereitet und anhand von Beispielen, die Multiplikatoraspekte beinhalten, für die Fachwelt in diesem Themenband zusammengefasst. Das von der DBU geförderte Projekt wurde in drei Stufen durchgeführt:
Stufe I: Ermittlung des StatusQuo und möglicher Potenziale basierend auf einer Literaturstudie
Stufe II: Überprüfung der in Stufe I ermittelten Daten am Beispiel der Abwasserbehandlung
Stufe III: Ermittlung innovativer und verallgemeinerbarer Beispielprojekte zum ressourcenschonenden und nachhaltigen Umgang mit Energie in der Abwasserbehandlung.
Die Ergebnisse des Projektes„Energiepotenziale in der deutschen Wasserwirtschaft“ zeigen, dass die Wasserwirtschaft einen nachhaltigen Beitrag zur Energieversorgung leistet und wesentliche Ausbauoptionen bestehen. Der vorliegende Themenband enthält eine Fülle von Daten, Zahlen und weiteren Informationen. Fachwelt, Politik und Öffentlichkeit sind eingeladen, die Energiepotenziale der Wasserwirtschaft, besonders durch innovative Ansätze, wahrzunehmen und zur Realisierung einzelner Möglichkeiten und damit zum nachhaltigen und ressourcenschonenden Umgang mit Energie beizutragen. |