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| DWA-Themen WW 9 - T 3/2011 - Dezember 2011 |
| Titel | Kontaminierte Gewässersedimente - Strategie, Fallbeispiele, Empfehlungen - T 3/2011 |
| Ausgabe: | 12 2011 |
| Verlag: | DWA |
| ISBN: | 978-3-942964-04-3 |
| Format: | DIN A4 |
| Seitenzahl: | 135 |
| Preis: | 74,00 € |
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| Sedimentablagerungen in Flüssen und Seen sind Teil des Gewässers und erfüllen wichtige Funktionen im Ökosystem. Darüber hinaus sind Sedimente ein Archiv der stofflichen Gewässerbelastung, da sie Schadstoffe anreichern können (Geoakkumulation). Solche kontaminierten Sedimente stellen ein latentes Gefährdungspotenzial für aquatische Lebensgemeinschaften dar. Ein schadstofforientiertes Sedimentmanagement ist daher ein wesentlicher Bestandteil für eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung unserer Gewässer.
Die Verordnung zum Schutz der Oberflächengewässer (OGewV) regelt, wie die Qualität der Gewässersedimente zukünftig überwacht werden soll. Die aus dem Sedimentmonitoring gewonnenen Erkenntnisse liefern die Grundlage für gegebenenfalls erforderliche Sanierungsmaßnahmen, die für die Erreichung der Ziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie umzusetzen sind. Die Identifizierung von Schadstoffherden, die Bewertung des Schadstoffinventars, die Erkundung der Mobilisierbarkeit schadstoffhaltiger Sedimente und die Einschätzung des Schadensrisikos sind wichtige Aufgaben im Vorfeld der anstehenden Sanierungsmaßnahmen.
Der vorliegende Themenband greift diese Thematik auf und skizziert in kurzen Einführungskapiteln ein einzugsgebietbezogenes
Grundkonzept und eine strategische Vorgehensweise zur Beurteilung von Schadstoffinventar und Schadensrisiko an beispielhaften Studien für Elbe und Rhein. In den nachfolgenden Kapiteln werden Ergebnisse aus nationalen und EU-Forschungsprojekten (SEDYMO, RIMAX, MODELKEY) vorgestellt und schwerpunktmäßig hydrodynamische und sedimentspezifische Aspekte der Ablagerung, Akkumulierung und Mobilisierung kontaminierter Feinsedimente behandelt, wie sie in Flussstauhaltungen, Buhnenfeldern, Stillgewässern, Hochwasserrückhalteanlagen und Überschwemmungsgebieten typischerweise auftreten. Zur Beschreibung der Prozesse zwischen Emission und Immission werden numerische Strömungs- und Transportmodelle eingesetzt, Hochwasserszenarien simuliert und
datenbedingte Unsicherheiten beurteilt. Im abschließenden Kapitel wird ausgehend vom Fallbeispiel Spittelwasser das breite Spektrum neuer Sanierungsmethoden diskutiert und konkrete Möglichkeiten aufgezeigt für die Sanierung von Schadstoffherden, Boden und Sedimenten in Flussauen einschließlich der Überwachungsmethoden Natural Attenuation und Monitored Natural Attenuation. Für die einzelnen Methoden wird eine Kurzbewertung für die Praxis abgegeben.
Der Themenband ist eine praxisorientierte Leitlinie für Planer, Genehmigungsbehörden und Entscheidungsträger im Bereich der Wasserwirtschaft und Umweltbehörden. Es wird ein zielorientiertes Grundkonzept und eine strategische Vorgehensweise bei Planungs- und Sanierungsaufgaben vermittelt. |
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